- Hizgullmes ist ein Begriff, der in Sicherheitswarnungen und Virenscanner-Alerts auftaucht
- Hinter solchen Namen stecken meist Browser-Hijacker, Adware oder Trojaner
- Typische Symptome: unbekannte Browser-Erweiterungen, Pop-ups, verlangsamter PC
- Entfernung gelingt zuverlässig mit einem aktuellen Malware-Scanner
- Prävention durch Software-Updates, sichere Downloads und Vorsicht bei E-Mail-Anhängen
Was steckt hinter „Hizgullmes“?
Wenn dein Virenscanner oder eine Sicherheits-Website dich vor „Hizgullmes“ warnt, steckst du wahrscheinlich in einer unangenehmen Situation: Du weißt nicht genau, womit du es zu tun hast, und willst das Problem so schnell wie möglich loswerden. Eine kompakte Anleitung zur Hizgullmes-Entfernung liefert auch das Tech-Portal PCDaily.
Hinter Namen wie Hizgullmes verbergen sich typischerweise sogenannte PUPs – Potentially Unwanted Programs – oder aktive Schadsoftware. Das Spektrum reicht von harmloser Adware, die dich mit Werbung bombardiert, bis hin zu Trojanern, die sensible Daten auslesen. Was genau vorliegt, lässt sich nur durch einen vollständigen Systemscan feststellen.
Wichtig ist: Solche Bedrohungen tragen oft kryptische, zufällig wirkende Namen. Das erschwert die Recherche – genau deshalb solltest du den Hinweis deines Scanners ernst nehmen und systematisch vorgehen.
Wie gelangt solche Malware auf den PC?
Die häufigsten Einfallstore sind immer dieselben – und sie nutzen menschliche Nachlässigkeit genauso wie technische Lücken:
- Freeware-Bundles: Kostenlose Software enthält oft versteckte Zusatzprogramme, die beim Installieren unbemerkt mitinstalliert werden
- Phishing-E-Mails: Anhänge oder Links in gefälschten Mails laden Schadcode nach, sobald du draufklickst
- Drive-by-Downloads: Manipulierte Websites installieren Software im Hintergrund, ohne dass du etwas aktiv tust
- Gefälschte Software-Updates: Pop-ups die vorgeben, dein Flash Player oder Java sei veraltet – in Wirklichkeit wird Malware geladen
- Raubkopien: Crack-Programme und illegale Downloads sind eine der häufigsten Quellen für Trojaner

Symptome: Daran erkennst du eine Infektion
Manchmal schlägt der Virenscanner an, manchmal merkst du die Infektion selbst. Diese Zeichen sollten dich aufhorchen lassen:
- Browser startet auf einer anderen Startseite als eingestellt
- Unbekannte Erweiterungen oder Toolbars im Browser, die du nicht installiert hast
- Häufige Pop-ups und Werbebanner, auch auf Seiten die normalerweise keine zeigen
- PC ist deutlich langsamer als gewohnt, auch ohne viele offene Programme
- Suchanfragen landen auf einer fremden Suchmaschine statt auf Google oder Bing
- Taskmanager zeigt unbekannte Prozesse mit hoher CPU- oder RAM-Auslastung
Nicht jedes dieser Symptome bedeutet zwingend eine aktive Infektion – aber wenn mehrere davon gleichzeitig auftreten, solltest du sofort handeln.
So entfernst du Hizgullmes
Geh systematisch vor. Das folgende Vorgehen deckt die meisten Fälle ab:
Schritt 1 – Virenscanner aktualisieren und vollständigen Scan starten: Nutze ein etabliertes Tool: Windows Defender (bereits vorinstalliert), Malwarebytes (kostenlose Version reicht für den Scan), oder Kaspersky Free. Wähle den vollständigen Systemscan, nicht den Schnellscan.
Schritt 2 – Browser bereinigen: Öffne die Erweiterungen deines Browsers (Chrome: Einstellungen → Erweiterungen; Firefox: Add-ons) und entferne alle Einträge, die du nicht kennst oder nicht selbst installiert hast.
Schritt 3 – Startprogramme prüfen: Öffne den Task-Manager (Strg+Shift+Esc) → Reiter „Autostart“. Deaktiviere unbekannte Programme, die beim Start ausgeführt werden.
Schritt 4 – Programme deinstallieren: Gehe zu Systemsteuerung → Programme deinstallieren und prüfe die Liste auf unbekannte Software mit aktuellen Installationsdaten. Alles, was du nicht kennst und rund um den Zeitpunkt der Probleme installiert wurde, kommt weg.
Schritt 5 – PC neu starten und erneut scannen: Nach dem Bereinigen einmal neu starten und den Scan wiederholen. Erst wenn er sauber ist, bist du fertig.
Prävention: So passiert das kein zweites Mal
Die gute Nachricht: Die meisten Infektionen sind vermeidbar. Mit diesen Maßnahmen machst du dein System deutlich widerstandsfähiger:
- Windows und alle installierten Programme immer aktuell halten – Sicherheitsupdates schließen bekannte Lücken
- Software nur von offiziellen Quellen herunterladen – kein Freeware-Sammelsurium von Drittseiten
- E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern grundsätzlich nicht öffnen
- Pop-up-Warnungen, die Software-Updates fordern, immer ignorieren und die offizielle Herstellerseite aufsuchen
- Einen Echtzeit-Schutz aktiviert lassen – Windows Defender reicht für die meisten Nutzer
- Regelmäßige Backups – damit du im Ernstfall nichts verlierst
Fazit
Hizgullmes und ähnliche Bedrohungen klingen beängstigender als sie in den meisten Fällen sind. Wer systematisch vorgeht – Scan, Bereinigung, Browser aufräumen – hat das Problem meist innerhalb einer Stunde unter Kontrolle.
Wichtiger als die Reaktion ist langfristig die Prävention: Wer sein System aktuell hält, vorsichtig mit Downloads ist und E-Mail-Anhänge nicht leichtfertig öffnet, schützt sich vor dem Großteil aller Bedrohungen. Das gilt für Privatnutzer genauso wie für Selbstständige und Teams, bei denen ein infizierter Rechner schnell zum Geschäftsrisiko wird.
FAQ
Ist Hizgullmes ein gefährlicher Virus?
Das hängt von der konkreten Variante ab. Hinter solchen Namen stecken oft Adware oder Browser-Hijacker, die nervig aber nicht unmittelbar gefährlich sind. In manchen Fällen können es aber auch Trojaner sein, die Zugangsdaten abgreifen. Deshalb: Immer ernst nehmen und bereinigen.
Kann ich Windows Defender zur Entfernung nutzen?
Ja. Windows Defender ist für die meisten Bedrohungen ausreichend, besonders wenn du die Echtzeitschutzfunktion aktiviert hast. Ergänzend empfiehlt sich ein einmaliger Scan mit Malwarebytes, das auf PUPs und Adware spezialisiert ist.
Muss ich Windows neu installieren?
In den meisten Fällen nein. Ein vollständiger Scan gefolgt von der manuellen Browser- und Programmbereinigung reicht aus. Nur bei schweren Trojaner-Infektionen oder wenn du dir nach mehreren Scans nicht sicher bist, solltest du eine Neuinstallation in Betracht ziehen.
Was tue ich, wenn der Virenscanner nichts findet?
Nutze einen zweiten Scanner – zum Beispiel Malwarebytes zusätzlich zu Windows Defender. Manchmal erkennen Tools unterschiedliche Bedrohungen. Prüfe außerdem manuell Browser-Erweiterungen und Autostart-Einträge.
Kann mein Geschäftskonto oder Online-Banking betroffen sein?
Bei aktiver Malware auf dem System grundsätzlich ja. Wenn du den Verdacht hast, dass ein Trojaner aktiv war, ändere Passwörter sofort von einem anderen, sauberen Gerät aus. Informiere im Zweifel auch deine Bank.
